Als wichtiger Träger dieser Angebote unterstützt das DRK in Brandenburg die Aktionswoche und schließt sich den Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) nach einer verlässlichen und nachhaltigen Finanzierung der Programme an.
Im Fokus der Aktionswoche stehen folgende Beratungsangebote:
• die behördenunabhängige Asylverfahrensberatung (AVB)
• die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE)
• die Jugendmigrationsdienste (JMD)
• das Bundesflüchtlingsprogramm mit den Psychosozialen Zentren für Geflüchtete (PSZ)
Unverzichtbarer Beitrag für Gemeinwesen
Beratungsstellen und Fachdienste im Bereich Flucht und Migration leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeinwesen. Sie unterstützen Menschen beim Ankommen, bei der Orientierung im Alltag, bei rechtlichen Fragen und auf dem Weg in gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig stärken sie den sozialen Zusammenhalt und fördern Integration vor Ort.
Das DRK in Brandenburg begleitet Menschen, die hier Schutz suchen, langfristig: von der Ankunft in der Erstaufnahme bis zur nachhaltigen Integration in unsere Gesellschaft. Zu den Angeboten des DRK in Brandenburg, insbesondere des DRK Kompetenzzentrums Flucht und Migration Brandenburg, gehören neben der Betreuung von Geflüchteten in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes die Asylverfahrensberatung, die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte sowie die Suchdienstberatung und die Perspektiven- und Rückkehrberatung. Durch die enge Zusammenarbeit der Beratungsstellen und Fachdienste bietet das DRK Ratsuchenden Hilfe aus einer Hand und begleitet sie verlässlich auf ihrem gesamten Weg.
Langfristig gesicherte Finanzierung notwendig
Der DRK-Landesverband Brandenburg e.V. unterstützt deshalb ausdrücklich die Forderung nach einer auskömmlichen, verlässlichen und langfristig gesicherten Finanzierung dieser Angebote. Die aktuell diskutierten Kürzungen gefährden gewachsene und bewährte Strukturen, die für erfolgreiche Integrationsprozesse unverzichtbar sind.
Drastische Kürzungen bei Asylverfahrensberatung und Migrationsberatung für Erwachsene geplant
Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt: Unabhängige Asylverfahrensberatung wirkt. Doch der Haushaltsentwurf 2027 der Bundesregierung sieht eine Kürzung von 24,5 Millionen auf 5 Millionen Euro vor. Auch bei der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte sind drastische Kürzungen geplant. Damit drohen Beratungsstellen, Fachwissen und wichtige Unterstützungsangebote für Schutzsuchende verloren zu gehen. Gerade angesichts der GEAS-Reform braucht es mehr statt weniger unabhängige Beratung – für Rechtsstaatlichkeit, faire Verfahren und eine funktionierende Asylpraxis.
Planungssicherheit durch Regelfinanzierung statt Kürzungen
Wer Integration stärken, Teilhabe ermöglichen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken will, muss Beratungsangebote sichern. Statt Kürzungen braucht es Planungssicherheit und eine nachhaltige Finanzierung für die Menschen, die Unterstützung suchen, und für die Fachkräfte, die diese wichtige Arbeit täglich leisten.
Die Verbände der BAGFW fordern die Bundesregierung und politisch Verantwortliche daher auf, diese stabilisierenden Säulen unserer Gesellschaft zu stärken. Notwendig ist eine auskömmliche, verlässliche und gesetzlich verankerte Regelfinanzierung – statt wiederkehrender Unsicherheit im Haushalt.
